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Brücken
bauen zwischen Tansania und Deutschland Salama! - Guten Tag! Am Anfang stand eine Begegnung: Die Lehrerin Monika Graf traf
den Kaufmann Rolf Giesing. Sie berichtete vom
Aufbau eines Kindergartens für die lutherische Diozese
in Njombe/Tansania, und er sah die Chance eine gute
Arbeit zu unterstützen und eine Partnerschaft zu entwickeln. So kam die
Beziehung zwischen dem Hemsbergkindergarten in
Bensheim und einem Kindergarten in Njombe in Gang. Jutta Kassner-Jungbauer, die Leiterin
des evangelischen Kindergartens Hemberg, Bensheim,
hat sich ein eigenes Bild vom Leben der Kinder und den Arbeitsbedingungen der
Erzieherinnen in Tansania, besonders im District Njombe, gemacht.
Gemeinsam
den Blick erweitern Unterstützt wurde sie bei diesem Vorhaben von Franz Gerlach, derzeit
Berater der Kindertagesstätte zum Schwerpunkt Medienarbeit und
interkulturelle Erziehung. Franz Gerlach ist Dozent an der Pädagogischen
Akademie Elisabethenstift Darmstadt und Geschäftsführer des Vereins
"Neue Horizonte - Netzwerk Medien- und Kulturarbeit mit Kindern.
Aus-
und Fortbildung der Mitarbeiterinnen Durch ein Förderprogramm der "Eine Welt Mission"
der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern sind die minimalen Ressourcen bereit
gestellt worden, damit Frauen, die bisher ohne Ausbildung in den Kindergärten
arbeiten, in den nächsten Jahren eine zweijährige Montessori-Ausbildung
erhalten können. Diese Ausbildung findet im Montessori Training Center (MTC)
in Mtwara im Süden von Tansania an der Grenze zu
Mozambique statt.
Darüber hinaus wird über dieses Programm sowohl die beratende
Tätigkeit von Bitia Kambo
bezahlt als auch einzelne von ihr durchgeführte Einführungskurse für
Mitarbeiterinnen, die bisher u.a. aus finanziellen
Gründen keine Ausbildung machen konnten.
Der Kindergarten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der
Diözese Njombe ist durch Andrea Graf nach
Montessori-Prinzipien aufgebaut worden. Er soll zu einer Einrichtung weiter
entwickelt werden, die beispielhaft gute Formen der Kindergartenarbeit für
angehende Erzieherinnen aufzeigen kann.
Zusammen mit Bitia Kambo,
der Fachberaterin des Süddistrikts der Diözese Njombe,
besuchen wir am ersten Tag den evangelischen Kindergarten der Diözese Njombe, mit dem unsere Kindertagesstätte eine
Partnerschaft aufbauen möchte.
Fertigstellung
des Rohbaus steht noch aus Die Räume im ehemaligen kleinen Einfamilienhaus sind recht
klein. Aus Mitteln der "Eine Welt Mission" in Bayern sowie durch
Unterstützung des Ehepaars Giesing ist nebenan ein
Rohbau mit zwei Gruppenräumen und einem weiteren Zwischenraum errichtet
worden. Dieser Bau kann jedoch derzeit nicht fertig gestellt werden, weil
keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stehen. |
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Wissbegierige
Kinder zwischen Aufbruch und Tradition
Willkommensgruß Wir werden in klassisch schulmäßigem Ritual, aber herzlich von den
Mitarbeiterinnen und den Kindern empfangen: die Kinder stehen auf und
begrüßen uns mit einem Willkommensgruß auf Kisuaheli.
Die Kinder sitzen alle im Kreis auf dem Boden und trinken als
Zwischenmahlzeit gerade ein maishaltiges Getränk.
Ruhe,
Disziplin und aktives Mittun Es ist mucksmäuschenstill, wie bei allen anderen Aktivitäten im Raum
sind die Kinder äußerst ruhig; für uns ein etwas irritierender Eindruck, da
wir so (unsere) Kinder in Deutschland nicht kennen. Nach und nach geben die
Kinder ihre Becher wieder auf einem Tablett ab. Zwei Kinder bringen es
anschließend in den als Küche genutzten Innenhof.
Selbständigkeit
der Kinder Nachdem alle Kinder fertig sind, gehen sie zu gemeinsamen
Singspielen nach draußen. Es ist bewundernswert, wie selbstverständlich die
älteren 5-jährigen Kinder den jüngeren Kindern beim Anziehen der Schuhe
helfen. |
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Landschaft
wie bei uns - und doch so anders Der Distrikt Njombe liegt im Südwesten
Tansanias auf einer Höhe von 2000 m, ca. 750 km von Dar es Salaam entfernt. Neben Maisfeldern und unbearbeiteten
trockenen Grasflächen tauchen Eukalyptusbäume und Nadelhölzer auf. An manchen
Stellen kann der Blick weit in die Ferne schweifen, tiefe Täler und weit
entfernte Höhenzüge wechseln sich hier ab. Njombe ist eine kleine etwa 30.000 Einwohner
zählende Kleinstadt im Südwesten von Tansania. An der Hauptstraße, der einzigen geteerten Straße, reiht sich
ein kleines Geschäft an das andere. Viele Obst- und Gemüsestände, Läden mit
Autoersatzteilen, kleine Möbelfabriken wechseln sich ab mit Kleiderständen,
Haushaltswaren überwiegend aus Plastik in allen Farben, Schuhläden und
einzelnen Bäckereien und Banken. Davor, am Straßenrand, verkaufen Frauen wie Männer, meist aus
den umliegenden Ortsteilen von Njombe, ihre Waren
wie Obst, Kuscheltiere, Strümpfe, Turnschuhe, Geldbörsen usw., die sie
täglich zu Fuß oder mit Fahrrädern in die Kleinstadt bringen. Immer wieder tauchen am Straßenrand kleine Häuser bzw. Hütten
auf, die oft noch in der traditionellen Bauweise gebaut wurden, mit einem
Skelett aus Holz, das mit einer Schicht aus Lehm gefüllt ist. |
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Wohnen
im Gästehaus Gerne nehmen wir die Möglichkeit an, im Gästehaus der
evangelisch-lutherischen Kirche zu wohnen. Die zentrale Lage in der
Stadtmitte direkt neben der evangelischen Kirche ermöglicht es uns, das Leben
ohne große Umstände in einigen Spaziergängen kennen zu lernen.
Warmes
Wasser - nicht wie bei uns Wir sind im gerade errichteten Neubau des Gästehauses
untergebracht mit eigener Toilette und Dusche.
Gästehaus
- Ort der Begegnung Hier im Gästehaus erleben wir direkt, wie dieses Zentrum von
kirchlichen und anderen Gruppen aus der Stadt genutzt wird.
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